Checkliste
"Eine individuelle Checkliste hilft, Risiken zu erkennen."
Eine grundsolide Finanzierung und entsprechende Vergleiche, bevor man sich vertraglich bindet, sind wichtige Kriterien, die ein sorgenfreies Leben in den eigenen vier Wänden garantieren. Als bedeutender und erster Schritt sollte das Erstellen eines Finanzierungsplanes ins Auge gefasst werden.
Eine Checkliste sollte den gesamten Finanzierungsbedarf erfassen, dem dann das Eigenkapital gegenüber gestellt werden muss. Nur so kann sich der Bauherr einen Überblick verschaffen und seine eigene finanzielle Situation erfassen, um finanzielle Engpässe zu umgehen.
Der individuelle Finanzierungsbedarf ergibt sich aus den Gesamtkosten der Immobilie abzüglich der vorhandenen Eigenmittel. Erst dann kann man über weitere Finanzierungsmöglichkeiten von Fremdmitteln nachdenken. Wer frühzeitig vorsorgen will, sollte bereits vor der Realisierung des Eigenheimbaus einen Bausparvertrag abschließen.
Die Formel für günstiges Geld bei einer Bausparsumme setzt sich zusammen aus einem Bausparguthaben und einem Bauspardarlehen. Zu den weiteren Vorteilen des Bausparens gehört unter anderem auch die staatliche Förderung, die während der Ansparphase mit einfließt.
Rund 40 bis 60 Prozent von der vertraglich festgesetzten Bausparsumme müssen angespart sein, um in den Genuss einer Zuteilung zu kommen. Danach sind Tür und Tor für die Inanspruchnahme eines Bauspardarlehens geöffnet, bei dem die monatliche Rückzahlung für die gesamte Laufzeit gleich hoch bleibt.
Zur Kombination aus Eigenkapital und einem Bauspardarlehen kommt in aller Regel das klassische Hypothekendarlehen hinzu. In gleich bleibenden Raten wird über die vereinbarte Laufzeit abgezahlt und ermöglicht so dem Darlehensnehmer Planungssicherheit bei seiner Immobilienfinanzierung.
Beim Klassiker unter den Hypothekendarlehen, dem Annuitätendarlehen, zahlt der Kreditnehmer in einer Kombination aus Zins und Tilgung zurück. Dabei ist die Höhe des Zinssatzes neben den tagesaktuellen Refinanzierungsmöglichkeiten der Banken und der Zinsfestschreibung abhängig.
Meist beträgt die Zinsfestschreibungszeit bei Annuitätendarlehen fünf oder zehn Jahre. Wer das derzeit günstige Zinsniveau nutzen will, kann auch eine längere Frist mit dem Kreditgeber vereinbaren. Dies lohnt sich insbesondere dann, wenn für die Zukunft steigende Zinsen erwartet werden. Meist wird das Darlehen mit einem einprozentigen Eingangstilgungssatz getilgt. Verfügt der Kreditnehmer über genügend Mittel, empfiehlt es sich, höhere Tilgungssätze zu vereinbaren, um den Weg zur Schuldenfreiheit zu verkürzen. Das derzeitig günstige Zinsniveau erlaubt es eher, von dieser Option Gebrauch zu machen.




